Unsere Kleindenkmale

Im Landkreis Reutlingen startete im Jahr 2009 die Erfassung der Kleindenkmale im Rahmen des Großprojekts „Erfassung der Kleindenkmale in Baden-Württemberg“ und konnte 2013 abgeschlossen werden. In den Städten und Gemeinden des Kreises haben über 100 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger mehr als 3.000 Kleindenkmale, darunter fast 1.400

Grenz- und Marksteine, über 260 Wegkreuze und mehr als 100 Bildstöcke, zahlreiche Brunnen, Gedenksteine- und tafeln und zahlreiche weitere Objekte beschrieben, vermessen, fotografiert und erfasst.

Eine kleine Auswahl an Objekten wurde im Jahr 2015 in einer Publikation veröffentlicht, die auf großes Interesse der Öffentlichkeit gestoßen ist. Geplant ist jetzt alle vorliegenden Daten in einer innovativen Online-Datenbank und zusätzlich als App zu veröffentlichen, die den Bürgerinnen und Bürgern eine unkomplizierte und zeitgemäße Abfrage und Recherche aller erfassten Kleindenkmale über das Internet ermöglicht. Sofern vorhanden können mittels der eingespielten Geodaten in der Datenbank (mobile Umkreissuche) die Kleindenkmale auf diese Weise durch die Nutzerinnen und Nutzer direkt im Gelände identifiziert und besucht werden.

Suchanfragen sind auch nach Standort (Stadt oder Gemeinde) und Art des Kleindenkmals möglich (Grenz- und Marksteine, Wegkreuze, Bildstöcke, Brunnen, Gedenksteine und Gedenktafeln, Sonstige).

Ein unbürokratisches Onlineformular ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern die direkte Rückmeldung an das Kreisarchiv, wenn neue Kleindenkmale entdeckt werden oder bereits erfasste Kleindenkmale gefährdet, zerstört oder beschädigt sind. Ebenso können bei Kleindenkmalen Geodaten ergänzt werden, wenn diese noch fehlen. Diese Rückmeldungen tragen dazu bei die Kleindenkmale zu schützen und den erfassten Datenbestand tagesaktuell zu halten.

Zur Website: www.unsere-kleindenkmale.de

xCurator – vernetzte Daten & smarter Zugang zum kulturellen Erbe

Mit der Entwicklung des Open-Source-Tools xCurator werden mittels KI-Technologien automatisiert neue, personalisierte Zugänge zu den Inhalten des Museums eröffnet und mit vertiefenden externen Informationsebenen verbunden. Mit Verfahren der Bilderkennung und KI-gestützter Textproduktion werden die umfangreichen digitalen Sammlungen erschlossen und erweitert. Ein Storytelling-Ansatz ermöglicht Nutzer*innen KI-gestützt eigene Produktionen zu erstellen. Damit wird mit und für Nutzer*innen ein Werkzeug entwickelt, mit dem nicht nur die Erschließung und vertiefende Kontextualisierung der Museumsinhalte, sondern vor allem die Pluralität von Perspektiven und die Relevanz der eigenen Geschichte fokussiert
wird. In co-creativen Entwicklungsumgebungen wird so gemeinsam mit Nutzer*innen & Entwickler*innen am digitalen Museum der Zukunft gearbeitet.

Mehr zu KI & Museum am Badischen Landesmuseum Karlsruhe: https://www.landesmuseum.de/digital/projekte-museum-der-zukunft/kuenstliche-intelligenz-museum 

 

ARTigo – Social Image Tagging

ARTigo ist ein Citizen-Science-Projekt, das am Institut für Kunstgeschichte und am Institut für Informatik der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt wurde. Seit 2010 ermöglicht es die spielerische Verschlagwortung von Kunstwerken und demokratisiert so den Zugang zu einem traditionell elitären Feld. Durch die Nutzung kollektiven Wissens schöpft das Projekt aus der „Weisheit der Vielen“ und zeigt, dass kulturelles Erbe nicht nur das Produkt von Fachkundigen, sondern auch das Ergebnis alltäglicher menschlicher Aktivitäten ist.

Die Plattform ist als interaktive Webanwendung konzipiert, die sogenannte Games With a Purpose vorhält: Zwei anonym bleibenden Spieler*innen wird zeitgleich dasselbe Bild präsentiert. Sie werden nun motiviert, innerhalb einer vorgegebenen Zeit durch visuelle oder textliche Annotationen, sogenannte Tags, miteinander zu kommunizieren. Diese Tags können frei gewählt werden, das Bild beschreiben oder Emotionen und Assoziationen vermitteln. Ziel ist es, durch übereinstimmende Tags möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Spieloberfläche besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: dem zu annotierenden Bild und einer Eingabemaske. Die Tags des*r Mitspielers*in erscheinen in einer Chatbot-ähnlichen Simulation, wobei nicht übereinstimmende Einträge zunächst unkenntlich gemacht werden.

Durch die Wiederverwendung von Tags aus früheren Runden wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, auch wenn keine Mitspieler*innen online sind. Am Ende jeder Spielsitzung werden die zuvor getaggten Kunstwerke mit ihren Metadaten angezeigt. Dies verbessert das Spielerlebnis und soll den Spieler*innen helfen, sich besser an die konzeptuellen Details der Kunstwerke zu erinnern, mit denen sie interagiert haben. Das hochgradig modulare System von ARTigo ermöglicht eine einfache Personalisierung der Spiele und stellt sicher, dass die Plattform an sich ändernde Bedürfnisse angepasst werden kann. Dadurch wird ARTigo zu einem vielseitigen Werkzeug für die Kunstvermittlung: Die Möglichkeit zur Personalisierung fördert die Kreativität und führt zu einer dynamischeren und vielfältigeren Gemeinschaft von Nutzer*innen. Diese virtuelle Erfahrung kann in einen persönlichen Museums- oder Archivbesuch übertragen werden.

Zur Website: https://www.artigo.org/de

Publikation historischer Schriften zur Medienkunst und deren Erschließung durch KI und partizipative Ansätze

Die Archive des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe von Herbert W. Franke, Harald Bode und Walter Giers sind nur ein Teil eines umfassenden Archivbestands zur Geschichte der elektronischen und digitalen Künste.

Die Typoskripte von Herbert W. Franke, sowie die Manuskripte von Harald Bode und Walter Giers geben wichtige Einblicke in ihr Denken, Wirken und ihre Werke. Das ZKM entwickelt ein Datenportal mit Buchbetrachter, das diese Schriften erstmals der Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Auffinden bestimmter Informationen in diesen Quellen ist allein schon aufgrund des großen Volumens der gescannten Seiten aufwändig. Daher erprobt und entwickelt das ZKM manuelle und algorithmisch gestützte Erschließungsverfahren und konzipiert kollaborative Formen, die fachlich interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Wissenserschließung aktiv beteiligen.

 

ZKM Datenportal

 Das Datenportal des ZKM ist als ein System konzipiert, das prinzipiell alle institutionellen Inhalte recherchierbar, auffindbar und zugänglich macht. Im Rahmen des durch die „art meets science – Stiftung Herbert W. Franke“ finanzierten Projekts wurde eine Erweiterung des bestehenden Portals entwickelt, die das Suchen und Blättern in den zuvor gescannten und per ORC (Optical Character Recognition) erfassten Typoskripten von Herbert W. Franke ermöglicht.

Ein Hauptkriterium bei der Entwicklung und Auswahl der Technologie war es, eine generische Lösung zu schaffen, die für viele Use Cases genutzt werden kann und gleichzeitig den Datenaustausch mit anderen Institutionen fördert. Aus diesem Grund setzt das ZKM auf das „International Image Interoperability Framework“ (IIIF). IIIF schafft eine weitreichende Interoperabilität und erlaubt einen institutionenübergreifenden Austausch digitaler Objekte sowie ihre standortunabhängige Darstellung in unterschiedlichsten Viewern und sonstigen Präsentationslösungen im World Wide Web.

Die im Rahmen dieses Projektes entwickelte Erweiterung des ZKM-Datenportals wird auch für alle anderen Archivbestände verwendet, um deren Digitalisate öffentlich verfügbar zu machen.

 

Ausblick: KI und Community gestützte Erschließung

Die Schriften von Harald Bode und Walter Giers enthaltenen zahlreiche elektronische Schaltpläne sowie andere Schemazeichnungen und damit wertvolle Details zum Entstehungsprozess und zur Konstruktion einzelner elektronischer Musik-, Klang- und Tongeräte.

Der umfassende Nachlass von Harald Bode bildet die Basis von Rekonstruktionen der von Harald Bode heute größtenteils unzugänglichen oder unveröffentlichten Geräte. Da jedoch ein Überblick darüber fehlt, auf welchen Seiten welches Manuskripts sich technische Zeichnungen befinden, ist die Suche nach bestimmten Informationen aufwändig. Das gilt sowohl für die Tagebücher von Bode als auch für die Notizbücher von Giers.

Um den Zugang zu diesen Informationen zu erleichtern, plant das ZKM elektronische Schaltpläne sowie andere Schemazeichnungen mittels Machine-Learning (KI: Künstliche Intelligenz) in diesen Schriften zu erkennen. Anschließend können diese Stellen per Annotation einzelnen Geräten und Werken zugeordnet werden. Dieser Prozess soll so gestaltet sein, dass Fachleute und interessierten Laien, die sich mit diesen Schriften beschäftigen, gemeinsam zum selben Informationspool beitragen und die Wissensbasis kollaborativ erweitern.

Öffentliche Workshops zur elektronischen Kunst und Klangerzeugung nach Bode und Giers, könnten zusätzlich dazu beitragen, dieses Wissen gezielt aus den Archivbeständen zu heben. In diesen Workshops würden die technischen Prinzipien vermittelt, nachvollzogen und anhand der originalen Schriften weiter erforscht. Als Ergebnis würden einerseits experimentelle elektronische Schaltungen entstehen, andererseits würden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Beschäftigung mit den Schriften diese weiter annotieren und somit würden im Workshop gewonnene Erkenntnisse zurück in den Informationspool des Archivs zurückfließen.

Medienkunst auf Wikipedia

Medienkunst auf Wikipedia ist ein dreijähriges Projekt, das von LIMA, der in Amsterdam ansässigen Plattform für Medienkunst im Jahr 2021, initiiert wurde und dem das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe im September 2022 als weiterer Partner beigetreten ist.

Gründungspartner sind Wikimedia Nederland, das Stedelijk Museum Amsterdam, das Van Abbemuseum, das Frans Hals Museum und die niederländische Behörde für Kulturerbe (de Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed – RCE).

Das Projekt verfolgt drei Ziele: die Online-Sichtbarkeit von Medienkunst aus nationalen und internationalen Sammlungen zu erhöhen, ein breiteres Publikum für die Künstler*innen und ihre Werke zu sensibilisieren und die Metadaten (Künstler*innen und Kunstwerke) der teilnehmenden Medienkunstsammlungen als verlinkte offene Daten (LOD – Linked Open Data) über Wikidata zugänglich zu machen, um weitere datenbasierte Projekte zur Medienkunst weltweit zu ermöglichen.

Im Laufe des Projekts werden über 500 Wikipedia-Artikel über Medienkünstler:innen aus den Sammlungen aller beteiligten Partner erstellt. ZKM und LIMA werden Anfang 2024 dazu sogenannte Edit-a-thons, Schreibworkshops, zu Medienkünstle*innen aus der ZKM-Sammlung organisieren. Grundlage für die editorische Arbeit bilden sowohl die institutionellen Sammlungsdatenbanken und weiterführende Quellen, als auch die im Rahmen dieses Projekts generierten Informationen in Wikidata.

Die Chancen offener Daten

Für eine robuste und wiederverwendbare Präsentation von Medienkunst in Wikipedia ist die Einspeisung von Metadaten zu Künstler*innen und Kunstwerken in Wikidata entscheidend, da Wikidata das zentrale Verzeichnis strukturierter Daten für Wikipedia ist. Die Veröffentlichung der Daten zur Medienkunst unterstützt die Erstellung der entsprechenden Wikipedia-Artikel und ist eine einzigartige Gelegenheit, kontrollierte Metadaten als verlinkte offene Daten online zugänglich zu machen. Insgesamt trägt dies dazu bei, die Sichtbarkeit der Medienkunstsammlungen zu erhöhen.

Modelle und Workflow

Das ZKM entwickelt mit LIMA Datenmodelle, um Metadaten von variablen Medien in Wikidata einzufügen. In einem ersten Schritt wurden die schon existierenden Wikidata „Eigenschaften“ (Eine Eigenschaft beschreibt den Datenwert einer Aussage und kann als Datenkategorie verstanden werden.) dahingehend analysiert, ob sie die unterschiedlichen Arten von Medienkunstwerken vollständig beschreiben oder ob Ergänzungen oder gar Änderungen notwendig sind. Als ein Ergebnis dieser Analyse entstand ein Schema zur Modellierung von Metadaten zur Medienkunst in Wikidata, das zeigt, dass unter Verwendung der vorhandenen Eigenschaften eine gute semantische Abbildung erreicht werden kann.

Ein tabellarische Repräsentation dieses Schemas dient als Datenaustauschformat und ermöglicht den Export von Metadaten zu Künstler*innen und Werken in einer klaren und strukturierten Form, wodurch eine einheitliche und konsistente Datenbasis gewährleistet wird. Die semantische Eindeutigkeit der Daten hilft Missverständnisse und Dateninkonsistenzen zu vermeiden.

Zukünftige Importe der exportierten Daten in Wikidata werden dadurch zu einem einfachen Schritt, wodurch der Zeitaufwand für manuelle Eingriffe erheblich reduziert wird. Die Möglichkeit der Automatisierung des gesamten Prozesses bietet Aussicht auf eine weitere Effizienzsteigerung.

Das Datenaustauschmodell und der damit verbundene Workflow sind nicht auf die spezifischen Bedürfnisse der aktuellen Projektpartner beschränkt, sondern können auch von anderen Kunstinstitutionen genutzt werden.

https://zkm.de/de/projekt/medienkunst-auf-wikipedia

FactGrid

Das FactGrid ist eine Wikibase-Datenbank für die Geschichtswissenschaften, die seit 2018 vom Forschungszentrum Gotha aus organisiert und an der Universität Erfurt gehostet wird. Die Wikibase-Instanz will historischer Forschung einen eigenen Freiraum zur Verfügung stellen und im Verlauf technisch in der Lage sein, mit der GND und mit Wikidata laufend Daten auszutauschen — Daten, die aus dem FactGrid heraus international als Forschungsdaten zitierbar werden. Seit dem 5. November 2022 ist das FactGrid — als global agierende Plattform — offizielles Repositorium im Spektrum der deutschen Nationalen Forschungsinfrastruktur, NFDI4Memory.

Website: https://database.factgrid.de/wiki/Hauptseite

SocialMediaHistory

Geschichte findet statt – auch und gerade in den sozialen Medien! Im Projekt „SocialMediaHistory“ untersuchen wir, wie Geschichte auf Instagram und TikTok dargestellt, wahrgenommen oder verfälscht wird – und auch, wer dabei außen vor bleibt und welche historischen Themen nur selten erzählt werden. Das Projekt ist ein Citizen Science-Projekt, das heißt Bürger*innen und Wissenschaftler*innen gestalten alles zusammen: die Forschungsfragen und -methoden, den Forschungsprozess, die Auswertung und die Veröffentlichung der Ergebnisse. In Online-Meetings und Workshops entwickeln wir gemeinsam Analysewerkzeuge und testen Darstellungsweisen für Geschichte auf Instagram und TikTok in der Praxis.

Zur Website: https://smh.blogs.uni-hamburg.de

Netzwerk Fahrrad/Geschichte

Am 2. Oktober 2020 gründete sich das Netzwerk Fahrrad/Geschichte e. V. in Hamburg. Das Ziel des Vereins ist es, die Erforschung und Dokumentation der Fahrrad- und Radsportgeschichte zu fördern. Neben Forschungsprojekten und dem Editieren von Quellen, legt der Verein auch Sammlungen in Wikimedia-Projekten an: in Wikisource werden digitalisierte Tourenbücher und sonstige Fahrradliteratur gesammelt. Außerdem werden vektorisierte Velocliché in Wikimedia Commons und Wikidata angelegt. Das vereinfacht die Verwendung, z.B. in anderen Wikimedia-Projekten.

Mit dem Open Science-Projekt „More than cycling: Europäische Heimatforschung – ein Ansatz für offene Daten und Narrative, samt Fernwehforschung und Radfahrerwissen“ wird Wissen zur Fahrradgeschichte wieder sichtbar und mit Open Access für die Forschung und andere Nutzungsarten zugänglich gemacht.

Wiki Women – Wissen gemeinsam ergänzen

Foto: Henning Rogge

Gestalterinnen sind in der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg kaum repräsentiert: Nur 1,5% der Arbeiten stammen von Frauen. Die Ausstellung „The F*word – Guerrilla Girls und feministisches Grafikdesign“ macht darauf aufmerksam, die Ausstellung „Wiki Women – Wissen gemeinsam ergänzen“ ist ein wichtiger Schritt, die wenigen vertretenen Gestalterinnen sichtbarer zu machen. Sowohl im Haus als auch darüber hinaus. Während eines Edit-a-thons im Freiraum des MK&G am 12. August 2023 schreiben und erweitern Autor*innen in einem kollaborativen Prozess Wikipedia-Artikel für die rund 30 ausgestellten Gestalterinnen. Rechtefreie Arbeiten werden außerdem über Wikimedia zugänglich gemacht.

kuwiki. AG Kunstwissenschaften + Wikipedia

kuwiki. AG Kunstwissenschaften + Wikipedia ist eine Initiative, die dazu beitragen will, dass die Kunstwissenschaften die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia als Wissensspeicher, Arbeitsinstrument und wichtiges Medium der Wissenskommunikation anerkennen und reflektieren – und sich endlich aktiv in die Online-Enzyklopädie einbringen. Ausgehend von der Session „Bearbeiten: Kunstwissenschaften in der Wikipedia“ auf der Tagung Digitale Erfahrungen und Strategien in der Kunstgeschichte nach einem Jahr Corona-Pandemie arbeiten in kuwiki seit Frühling 2021 Kunsthistoriker*innen und Wikipedianer*innen (sowie Kolleg*innen, die beides sind) zusammen, um Expertise zu bündeln, die Zahl und Qualität der kunstwissenschaftlichen Einträge zu erhöhen und neue Formate der Kollaboration zu entwickeln.

Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt ihre Ziele in verschiedenen Formaten: Als erstes Projekt wurde ein „Living Handbook“ für die Arbeit an kunsthistorischen Wikipedia-Artikeln erstellt. Daneben werden mit der Veranstaltungsreihe „tips & tools“ verschiedene Themen aus dem Wikimedia-Universum, dem GLAM-Bereich und der Open Science-Bewegung für Wikimedianer:innen und ein kunstwissenschaftliches Fachpublikum aufbereitet und im Dialog mit Expert:innen diskutiert. Aktuell widmet sich die AG kuwiki der Unterstützung des Wikipedia-Einsatzes in der universitären Lehre, Fragen um die Darstellung von Provenienzdaten in Wikidata sowie der Aktivierung der Wissenschafts-Community im Rahmen des Fotowettbewerbs „Wiki loves Monuments“.

Die Initiative wird vom Ulmer Verein, dem Deutschen Verband für Kunstgeschichte und dem Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte unterstützt. Im März 2022 wurde das „Living Handbook“-Projekt auf dem Deutschen Kunsthistoriker*innentag in Stuttgart mit dem Deubner-Preis ausgezeichnet.

Quelle & weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Arbeitsgemeinschaft_Kunstwissenschaften_%2B_Wikipedia

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